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An der Costa Vicentina, Portugal

Die Kraft von Meereswellen

Von Angelika Jung-Hüttl

Geology illustrated | Dezember 2016

Wellen sind die wichtigsten „Baumeister“ der Küsten. Sie formen den Fels - oder an Stränden den Sand. Die Energie, mit der sie an Land rollen, bestimmt der Wind weitab auf dem offenen Meer. Wenn dort starke Stürme lange genug die Wasseroberfläche anpeitschen, können sich bis zu 30 Meter hohe Wellen aufbäumen. Sobald sie das Windgebiet verlassen, büßen sie von ihrer Kraft ein und werden sanfter. Die meisten Meereswogen sind nicht höher als 3 Meter.
An Steilküsten, wie hier in Portugal, schlägt eine nach der anderen mit ungebremster Wucht an die bis zu 50 Meter hohen Felswände.  Während die Winterstürme auf dem offenen Atlantik toben, können die anrollenden Wassermassen bis zu 10 Meter hoch werden.

Dieser Felsenvorsprung an der Costa Vicentina wird gleich von zwei Seiten von der tobenden See umspült.

Außer der Höhe der Wellen spielt auch noch deren Länge eine Rolle. 3 Meter hohe und 30 Meter lange Wellen bringen 8 Tonnen Druck auf einen Quadratmeter Gestein, 4 Meter hohe und 60 Meter lange Wellen 12 Tonnen. Bei Stürmen werden 30 Tonnen pro Quadratmeter erreicht. 
Durch das ständige Bombardement schießt Salzwasser in alle Spalten und wird in feinste Klüfte gepresst. Vor allem der Fels an der Basis der Steilwände reißt, wird ausgelaugt und ausgespült, bis er zerfällt. Ein Hohlraum – eine Brandungshohlkehle - entsteht, und mit der Zeit bricht der Fels darüber ein.
So wird die Steilküste Stück für Stück abgetragen.

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