Bernhard Edmaier

Bernhard Edmaier

VITA

Bernhard Edmaier, geboren 1957, war Geologe, bevor er vor etwa 20 Jahren die Fotografie zu seinem Beruf machte und die Fotoagentur 'Geophot - Bilder der Erde ' gründete. Er lebt in Ampfing bei Mühldorf am Inn.

Die Geologie bildet die Basis seiner Fotografie. Ziel seiner Arbeit ist, die vielfältigen Farben, Formen und Strukturen, welche die Erde allein ohne Zutun des Menschen hervorbringt, zu visualisieren. Dabei spezialisierte er sich auf Luftaufnahmen.

Für seine Buch- und Fotoprojekte reist er mehrmals im Jahr in abgelegene, vom Menschen kaum oder nicht berührte Gegenden der Welt. Häufig begleitet ihn dabei seine Lebensgefährtin, die Wissenschaftsautorin Dr. Angelika Jung-Hüttl. Sie entwickelt mit ihm zusammen die Fotoprojekte und verfasst die Texte zu den Büchern.  

Bernhard Edmaier ist für seine Fotobücher schon mehrmals ausgezeichnet worden. Die Bildbände Vulkane (1994), Eisige Welten (1996), Kunstwerk Erde (1998) sowie Geoart Deutschland (2003) wurden jeweils von einer Jury namhafter deutscher Wissenschaftsjournalisten zum 'schönsten Wissenschaftsbuch des Jahres' gewählt. Für 'Geoart – Kunstwerk Erde' erhielt er zudem 1998 den Kodak-Fotobuchpreis. 2001 wurde er mit dem  renommierten Hasselblad Master Award ausgezeichnet.

TV-REPORTAGEN

Der Fernsehjournalist Norbert Haberger hat einen Kurzfilm über Bernhard Edmaier's Fotoprojekt und Buchpublikation "EarthArt - Colours of the Earth" gedreht. Haberger jongliert dabei mit Interview-Passagen, Fotoflugsequenzen über Chile und Sibirien sowie Kameraflügen über einzelne Bildmotive, unterlegt mit leichter sphärischer Musik ..... Quintessenz: Wenn es um Schönheit geht, kann nichts die Natur überbieten.

 

Den Bildband „Kunstwerk Alpen“, in dem Bernhard Edmaier die Entstehungsgeschichte der Alpen visualisiert und dabei Wissenschaft und Fotografie  miteinander verbindet, hat der bekannte Bergjournalist Michael Pause in einem Beitrag im Bayerischen Fernsehen vorgestellt – er begleitete dabei Bernhard Edmaier auf einem Fotoflug über den Dolomiten.

 

Der ARD-Kulturweltspiegel hat einen Filmbeitrag über Bernhard Edmaier's Arbeit gesendet - anläßlich der Veröffentlichung des Fotobandes "Earthsong", der Luftaufnahmen aus aller Welt zeigt.

 

ZUR AUFNAHMETECHNIK

Bernhard Edmaier fotografiert ausschließlich mit Hasselblad-Kameras. Bis vor vier Jahren arbeitete er noch mit analogen Mittelformat-Kameras von Hasselblad, mit Fuji-Velvia-Filmen (50 ASA) und mit verschiedenen Objektiven von ZEISS. Dann stieg er auf digitale Hasselblad-Kameras um. Die erste hatte eine Auflösung von 39 Megapixel, die aktuelle eine Auflösung von 60 Megapixel.

Da seine Motive - die geologischen Strukturen auf der Erde - meistens enorm groß sind, muss Bernhard Edmaier auf Distanz gehen. Das bewerkstelligt er, indem er ein Kleinflugzeug oder einen Helikopter chartert und den Piloten in der Luft genau an den Punkt dirigiert, von dem aus er seine Motive nach seinen Vorstellungen ins Visier der Kamera nehmen kann. 90 Prozent seiner Bilder sind Luftaufnahmen.

Alle Bilder, die analogen und die digitalen, wurden ohne jegliche Filter aufgenommen. Außerdem bereitet Bernhard Edmaier seine Bilddaten für den Abdruck in Büchern oder Zeitschriften, oder für Reproduktionen als großformatige FineArtPrints selbst an Mac-Computern auf. Analoge Bilder werden mit einem Flextight 949-Scanner digitalisiert. Bernhard Edmaier hält sich bei der Datenaufbereitung streng an die Realität, Bildmanipulation lehnt er ab.

Bernhard Edmaier über seine Arbeit

(Aussage im Vorfeld seiner Ausstellung in der Konica-Minolta-Galerie in Tokio, Japan, im Dezember 2008)
 
"Alle Bilder dieser Ausstellung zeigen Landschaften, die allein durch geologische Vorgänge - ohne Zutun des Menschen - entstanden sind.
 
Diese Landschaften sind fragile Gebilde, die dem ungebremsten Erschließungsdrang des Menschen nicht standhalten könnten - sie würden sich verändern und letztlich verschwinden.
 
Ich gehöre nicht zu den Umweltaktivisten, die mit erhobenem Zeigefinger auf dei Bewahrung und den Schutz dieser Naturlandschaften pochen. Jeder Betrachter meiner Bilder soll für sich entscheiden, ob diese Relikte einer intakten Natur erhaltenswert sind oder nicht.
 
Wer jedoch die Bewahrung und den Schutz bejaht, muss sich im Klaren sein, dass es ein unverändertes 'Weiter so' in unserer wachstumsorientierten Welt nicht geben darf."